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Von Religion,
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Wir erscheinen nämlich auf der Welt, ohnedaß Wir uns hiehergcsetzt haben; eine Folge wir-kender Ursachen, die vor uns waren und hinter unsseyn werden. Eine unübersehbare Menge von We-sen ist um uns, die sich gleichergestalt als Folgenvorhergehender Ursachen darstellen, über deren Auf-kommen , Bleiben und Verschwinden, wie über dasunsere, gleiche Gesetze walten. Fast zu Einer Zeitwird unser Verstand also Macht, (eine ungeheureMenge wirkender Kräfte,) und Gesetz, Regelgewahr, nach der diese Kräfte wirken. *)
S.
Je weiter er sich auf dies unermeßliche Feldwahrnehmender Beobachtung waget, je mehrere Kräfteer gegen einander hält, um sie in ihren wechselsei-tigen Einflüssen und Verschränkungen zu betrachten,je mehr er insonderheit die kleinen und großem
*) Allenthalben grenz die Religion der Völker vonFurcht und Verwunderung aus; vonFurcht bei Menschen, die von der ungeheurenMacht der Ratur insonderheit in plötzlichen oderunverntutheten Austritten gleichsam übermannetwurden; von Verwunderung bei denen, diemit einem stilleren Gemüth auf die wiederkom-mende Regel Mithin auf Ordnung undWeisheit in der Natur merkten. Dieser Ur-sprung der' Religion ist natürlich und gereichetihr nicht zu Schande.