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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Von Religion,

derer Rhetor nicht dulden; der unschuldige, vielleichtübertriebene Ausdruck wird mit einem schwarzenZeichen bemerkt, bestritten, angeklagt, verlästert,und von der Gegenseite, vielleicht über die Gebühr,desto warmer vertheidigt. Die Vater kommen zu-sammen, rathschlagen, ob man den Ausdruck geltenlassen dürfe? sie holen Zeugnisse aus alteren Vätern,oft verstümmelt und verfälscht, für Ja und Nein.Man streitet, schlagt, überwirft sich; die Obrigkeitstellet sich dazwischen und macht Decrete, poli-tisch-theologische Dogmen, (sckiota xrirr-cüpurn, xvorrx« eto.) Jetzt bekommen die Lehr-meinungen eine andre Gestalt. Was einst schwüleAusdünstung warmer Köpfe war, ist am Kirchen-himmc! in die Luft gestiegen, und blitzt und don-nert. Neue kleine Jupiters, Bischöffe, Kaiser,Päpste werfen diese schweflichten Fcuerstrahlen, diewenig erleuchten, desto mehr aber zünden, schrecken,zerschmettern und verwüsten, über die Gefilde derChristenheit. Der unterdrückte Haufe bewahrt seineverfolgten Lehrmeinungen um so strenger, weil erihrethalb unschuldig litt; sie sind oder werden ihmjetzt Religion, und so wird begreiflich, wie Sätzehaben Religion werden können, die es ihrer Naturnach gar nicht sind. Leide Jemand für den Satz:der Hecht ist blaumüsse er ihn mit Gefahrseiner Ehre und seines Lebens vcrtheidigen; derblaue Hecht wird ihm und seiner Familie Religionwerden.

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So kamen Lehrmeinungen ins Christenthum,ja die Christenheit ward überdeckt mit Lehrmeinungen,