26c, Bon Religion,
zeugung, daß der Gott, um deßwillcn er a«S demLande der Abgötter gewandert war, ihn auch inder Fremde nicht verlassen, sondern dafür, daß erbei einer ihn überzeugenden Wahrheit fest geblieben,beglücken und segnen würde. Hierin ward er derWater aller Gläubigen, d. i. ihrer U-berzeugungtreuen Menschen: denn jeder Mensch soll der vonihm innig erkannten Wahrheit treu seyn; sie wirdihn lohnen. *)
10.
Wenn Moses sein Volk sogar theokratisch miteiner Gottesgewalt einrichtete, schrieb er ihm zwarGesetze, Pflichten, aber durchaus keine Lehrmeinun-gen vor. Der Gott seiner Väter sollte sein Gottseyn, den er mit dem heiligen Namen des Sey en-den, des Unveränderlichen „Jehovah" nannte.Ihn lieben sollte Jeder von ganzem Herzen; d. i.mir ganzer Seele sollte Jeder der Con-stitution seines Landes hold und treu
*) Das ebräische Wort Glauben hat von Festigkeit,von einem sichern Gang und Schrittseine Bedeutung; cs behält diese in allen seinenAnwendungen auf Treue, Wahrheit, Red-lichkeit, Fassung des Gemüths, Ver-trag, Einrichtung, Zusage u. f. DieMißdeutung, Glaube (d. i. die festeste Gemüths-fassung) sey ein Formelnsagen, (das leerste Ding,das zu erdenken ist) ist dem Wort von seinerWurzel aus durchs A- und N. Testament geradeentgegen.