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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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259
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Lehrmeinungen und Gebräuchen. 269

doch nicht der Abgott seyn, dessen Meinungen manReligion erweise?"

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Womit würde sich der Sophist entschuldigenkönnen, wenn ein gewissenhafter Heide so zu ihmspräche? Etwa damit, daß ihm Gott seine Meinungeingegeben, geoffenbaret habe?Habe er siedir eingegeben und geoffenbaret; so wird dein So-phisma dadurch nicht Religion für mich: dennes berührt nicht meine Gesinnung; der Gott in mir,meine Ueberzeugung, kann es sich als Religion nichtzueignen/' Führe der andre fort und sagte:dermir diese Meinung vorlrug, that Wunder: darummuß sie dir Religion seyn;" so halte er abcrmalnichts gesaget. Wunder sind Wunder, und Meinungbleibt Meinung. Sobald sie mir herzergreifendeWahrheit wird, höret sie auf, Meinung eines an-dern zu seyn; sie wird durch Ueberzeugung, mithindurch eigene Kraft, mir Religion, Herz und Ge-wissen bindend.

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Auf solchem und keinem andern Wege gehendie heiligen Schriften, deren Wort Glauben manoft und viel gemißbraucht hat. Der Vater allerGläubigen glaubte, d. i. trauete seinem Bun-desfreunde, und dieser trauete ihm:Ich weiß,er wird befehlen seinen Kindern, daß sie die Ange-lobung unsrer Bundesfreundschaft heilig erfüllen undbewahren." Was war (ohne Einkleidung zurcdens^dieser Glaube Abrahams anders, als Ueber-

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