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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Won Religion,

nur sofern, als diese Lchrmeinungen selbst Religionwerden oder Religion verdrängen wollten, indeminsonderheit junge Lehrer der Religion, die nichtwissen was rechts und links ist, sie für Religionansehcn und dem Volk aufdringen zu müssen glau-ben. So lange Freiheit und Gewissen unter denMenschen stattsinden, wird man zwischen Meinungund Religion schlicht und frei die Grenze ziehendürfen; diese gehöret fürs Volk, jene difputire aufdem Katheder.

Daß ich mich einer nicht anders als sprachkun-digen Auslegung der Bibel annehme, wird niemandbefremden. Won Einer unrichtigen Deutung han-gen viele falsche Lehrmeinungen ab; des Wahncnsist kein Ende, sobald man Einmal wähnen darf.Halten unsre Vorfahren z. V. die reine volle Ideeeiner symbolischen Handlung gehabt: so waren dieprotestantischen Kirchen ungctrennt geblieben undüber mißverstandene Worte der Schrift keine Reli-gionskriege erwachsen.

Wenn ich dabei in Beziehung auf Religioneinem tobten Wertgesetz entgcgenrede, so hielt ichdies für Pflicht der Menschheit. Die Menschheit istrin lebendiges Organ, voll Sinne, Kräfte, Triebe;sie will bewegt und gelenkt, nicht blos befehligtseyn. Lust und Freude zu wirken, ist ihr Element;dies ersetzt keine stolze Gesetzgebung. Da man nun