Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

Lchrmeinungen und Gebräuchen. 253

diese nicht nur zur Religion gemacht, sondern kühnvorgegeben hat, die Religion Christi sey nichts an-ders; was dieser weich und populär d. i. äußerstunvollkommen gesagt habe, das sey jetzt vollkommenworden: so mußte ich den Unterschied beider Prin-cipien bemerken. Wie Christus und Moses stehensie aus einander.

Sonderbar, daß hinter dem Christenthum keineJdololatrie mehr Stich hält. Man vergöttere Worteund Sylben; eine Zeit dauert der Taumel; er fällt,und das spitze Gerüst steht da. Religion dagegenist ein lebendiger Quell; auch verdammt und ver-schüttet bricht sie hervor aus ihrer Tiefe, reinigt sichselbst und erquickt und belebet.

Uebrigcns lese Christ und Unchrist mein Buch;in allen menschlichen Seelen ist Wahrheit Dieselbe.