x^ine Schtift, die von Religion handelt, soll mitReligion, d. i. gewissenhaft geschrieben seyn, undwünscht auch also gelesen zu werden. Warum solltesie dies nicht hoffen dürfen?
Religion spricht das menschliche Gcmülh an;sie redet zur partheilosen Ueberzeugung. In allenStanden und Classcn der Gesellschaft darf der Menschnur Mensch seyn , um Religion zu erkennen und zuüben. In alle Neigungen und Triebe des Men-schen greift sie, um solche mir sich zu harmonisirenund sie auf die rechte Bahn zu führen.
Wenn Religion sich von Lehrmeinungcn schei-det, so laßt sie jeder ihren Platz; nur sie willnicht Lchrmeinung seyn. Lehrmeinungen trennenund erbittern; Religion vereinet: denn in aller Men-schen Herzen ist sie nur Eine.
Sollte also in dieser Schrift gegen manche Lehr-meinungcn zu scharf geredet seyn: so geschah dies