Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
235
Einzelbild herunterladen
 

Von Personificationen des Geistes. 235

Christi, der letzte Evangelist, den Beistand seines Herrnalso mit dem männlichen Namen Paraklet an,und spricht von ihm als von einem ernsten Lehrer,Erinnerer, Zurechlweiscr, Führer, Tröster.

2 r.

Auch dieser Name war ans dem reichen Vorrathder Namen des heiligen Pnevma: denn da

der böse Geist ein W i d er sa ch e r und Vcrlau In-der /«r^/ogos) hieß: so konnte der

heilige himmlische Beistand keinen eigentlicher!! Na-men als Paraklet (irapaxlki-ros) finden. Von ihmspricht Johannes als vom inncrn Stellvertreter seinesgeliebten hingegangenen Freundes, der nicht etwaeinen sie umschwebenden Schatten, sondern seinlebendiges Ich, seine Gegenwart ihnennachgelassen habe, die im Andenken Seiner wie einmachtigbeistehender Geist wirke. Der kühnere Pau-lus nennt es den Christus im Christen; (Gal. 2, 20.)Johannes den von Christo ihnen gesandten göttli-chen Beistand, eine erheiternde, fröhlichmachendeSalbung, das seiner guten Sache gewisse Chris-m a. (r Joh. 2, 2a.) Was war dies anders (ohneBild zu reden) als Christi Gesinnung , sein Glaube,seine Ucberzeugung, sein in ihnen erweckter Geist,(r Joh. 2, 24. Joh. 24, 26. 27.)

22.

Niemand war beflissener, als eben Johannesalle Bildformen im Christcnthum zu verhüten oderzu zerstören. Wie er das Geistige, Göttliche inChristus als ein unbildbares WortG 0 ttes (Xo^oc,-)ausspricht, und hiemit alle körperlichen Phantasmen