Von Personisicationen des Geistes. 23 r
in der Wüste der Unsichtbare sich von ihm gewandtund statt seiner einen Stellvertreter, ein sichtbaresEmblem zurück gelassen haben sollte; so gab vorallen andern dies Emblem Bilder der nahen,mittelbarnahen Gegenwart Jchovah's.Es war die Wolken- und Feuersaule,Schechinah. Fortan ward sie das National-Symbol des Glanzes Gottes, der Herrlich-keit, mit der er dies Volk einwohnend beehrte,des Geistes, der es leitete, der Auctoritätseiner Gesetze, seines Gesandten u. f.
6 .
Aber auch an dieser Wolke, an diesem Feuer,das altern und neuern Ebraern für das rath- undb e feh l g e b e n d e Symbol der Nahe Got-tes, für seinen orakelsprechenden füh-renden Geist galt, was konnte daran Jdolartigpersonisicirt werden? Nichts. Man personisicirte inWortbildcrn. Die Wohnung der Herrlich-keit (Schcchinah) nannte man den Voten Je-hova h s , den Engel seines Angesichts, d. i.seines Anblicks auf die Nation, der seine Befehletrug und aussprach, der seine Gegenwart darstcllteund das Heer führte. Und da nun eben von dieserLrakelsprcchendcn, leitenden Schechinah unläug-bar die meisten Ausdrücke und Bilder einer Woh-nung Gottes unter Menschen, seines Geistes imMenschen, genommen sind, weil sie das darstellendeBild der National-Gottheit war und blieb; waskonnte hiebei idolisirt werden? Weder eine Feuer-pcrson noch ein Aeolus war in der Wolke.