232 Von Personifikationen dcs Geistes.
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Drittens. Als nach der ersten Gefangen-schaft so viele böse Geister namentlich nach Ju-däa kamen, die alle unreinen Platze der Natur er-füllt hielten, da setzte man ihnen den Einenheiligen, guten Geist, («)nov Tiver-zi«)entgegen; einen Geist, der nur in reinen Seelen,in ihnen aber mächtig wohne. Und sofort verbandsich mit diesem Begriff Alles, was die Ebener jevon der himmlischen Weisheit, vom Geist derWeissagung, der Wunder, ihrer theokrati-schen Verfassung u. f. nach Ort und Zeit ge-sprochen harten. Es bildete sich der vielfaffende Be-griff vom Geist Gottes, den wir beim Anbruchdcs Ehristenthums gebildet finden.
L.
Das cl)-iov Tiveug«, das in der Stunde derEmpfängnis? eine gabcnreiche Frucht giebt, das inreinen Herzen tröstende Ahnungen, fröhliche Hoff-nungen der Zukunft wirkt, führte Simeon zumTempel; es hatte Christum, den Vielbegabten, ge-bildet und bewillkommte ihn, da er sein Werk über-nahm als die Gesammtstimme der Vorzeit; cs ließsich auf ihn nieder und wirkte durch ihn in Allem,was er wirkte. Wenn das «znov nreuu«, (so hoffteman) das sich so lange entfernt hatte, wiederkame,würde das Reich Gottes daseyn: denn eben nur
durch diese neue Gegenwart und Nahe Gottes unterseinem Volk sollte und konnte cs kommen. MerErwciscr dieser Ankunft lästerte, verhinderte dasReich Gottes; er sündigte, wie die Vater in der