Von Personifikationen deS Geistes. 229
Ru ach, das athmende Wort; und obgleich alledrei in Allegorien gepriesen wurden, (Weish. r,4 — 8. Kap. 7— er. Sir. 24.) so dachte damitniemand den Untheilbaren zu zerth eilen, ihmdie Ru ach ins Haupt, die Weisheit in denSchoos zu geben. Dies alles sind spatere Fortlei-tungen eines ursprünglich sehr einfachen Ausdrucks;Fortleitungen , die mit dem unwandelbaren Urbcgriffder Ebraer von Gott, „Er ist, der er ist," nichtanders als in Bildern der Rede zu bestehenvermögen; nicht in gegossenen Idolen. *)
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Und wie bestanden sie in Bildern der Redebildlich ? Durch Gedanken, nicht durch Idole. Wenn
*) In seiner Sprache, nach seiner Gedankenweisekonnte kein Ebräer an drei Wesenheiten,viel weniger an drei scholastische xar8oiE den-ken, da er das Wort Person selbst nichtkannte und dafür Angesicht sagen mußte.Beim „Hauch vom Munde Gottes"dachte er sich keine Person, weder im gerecht-lichen Sinn, da P er so n der S a ch e, nochim dramatischen Sinn, da sie der Wahr-heit entgegengesetzt ist. Dieser Hauch warihm eben die höchste Realität; das Wort, daser ausdruckte, war aller Dinge Wurzel, dieWahrheit. Schon Luther hat gegen denAusdruck Person, Dreifaltigkeit u. s.geeifert; sie sind die ungeschicktesten in der deut-schen Sprache: den» sic bezeichnen gar nicht,was man mir ihnen bezeichnen will.