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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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236 Won Pcrsonisicationon des Geistes.

Volk die bildende Kunst. Eine Nation, diekeine bildende Kunst hat und nie halte, weiß nichtsvon Person ificationen, wie sie eine My-thologie in Statuen oder Gemahl denfesthielt. Der Griffel dieses Volks, wenn esschreibet, oder der lebendige Hauch seines Mundes,wenn es singet, schuf und verwandelt Bilder, alsvorüberfliegende Gestalten. Gedanken- undWortbilder, (Ideen) erscheinen ihm; keine ge-gossene Idole. Auf der ganzen Erde unterscheidensich hiernach die Allegoriecn und Mythologien künst-licher und kunstloser Völker unverkennbar.

Wenn wir nach diesen Grundsätzen, auf diebei allen Bildworten alter Nationen Rücksicht zunehmen ist, die Personisication des Worts (Nu ach,nveug«) Geist, Geist Gottes bei den Ebraernuntersuchen, so werden wir uns wundern, daß übersie, d. i. über ein Capitel der Grammatik,Poetik und Rhetorik, so viel Streit undVerfolgung hat entstehen mögen; einzig und alleinaus tiefem Mißverständnis des Geistes der altenZeit und Sprache. Ueberhaupt hat die Bildersprachekeinen schädlicheren Feind als den unwissenden Spe-kulanten. Er trennet in ihr wie ein KabbalistWorte von Sachen, Buchstaben von Worten, bal-samirt Laute zu Mumien, stellet sie auf und de-monstrirt sie förmlich.