Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
212
Einzelbild herunterladen
 

212

Vom ersten Augurium

14.

Denn wer kennet nicht den Eifer der Judenzumal in Jerusalem und in der damaligen Zeit fürihre heilige und Landessprache? Wer kennet nichtihren Haß, ihre Verachtung für die Sprachen derVölker (Gojim) in der damaligen Zeit?* *) Bekanntist ja die Mühe, die es späterhin dem Petrus ko-stete, daß er den Fuß in eines Profelytcn, deSCornelius Haus setzte. Und hier sollte cs der Geistzur ersten Probe seiner Kunst gemacht haben, hei-lige Dinge in unheiligen Sprachen vorzutragcn,d. i. sie im Angesicht des rechtgläubigen und heilig-sprechenden Jerusalems zu entweihen, in derSprache der Gojim zu mißhandeln! Beim erstenVortritt des Christenthums wäre dies keine Em-pfehlung, sauf die es Petrus doch so eigentlich an-lcgt,) sondern eine Beleidigung des ganzen Jerusa-lems gewesen, die man gewiß mit Steinen vergol-ten haben würde.

(8almarii) Schriften <ls liriAUa Hollonisticnund einige von denen lesen, die von der Hei-ligkeit der ebräischen Sprache geschrieben ha-ben. Es kommt nicht darauf an, was wir vongewissen Dingen denken, sondern was man da-mals und zu Jerusalem davon dachte.

*) Auch hierüber hat die vorangeführte Dissertation<1s assossoril>u8 L^neärii I,XX. linZuurunixeriti- Zeugnisse gesammlet. Der Haß der Pa-lästiner gegen die Griechen ist bei Gelegenheitder hellenistischen Sprache und der 70 gnugsamvenlilirt worden-