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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
213
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des Christenthums.

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iS.

Diese Juden zu Jerusalem (wohnend oder sichaufhaltend,) au» allerlei Volk, das unter dem Him-mel ist, wußten sie aber auch selbst die Sprachender Länder, die hier genannt werden? Redeten sieparthisch, medisch, clamitisch, als die ihnen ange-borne Muttersprache? Wer weiß nicht, daß dieJuden in aller Welt Juden sind, und keine Lan-dessprache der Gojim für die Ihrige achten? DasIhun sie jetzt, nachdem Jerusalem, ihre Haupt» undMutterstadt fast achtzehn Jahrhunderte verwüstetist; und damals, als sie im höchsten Flor stand,die Mutter aller jüdischen Colonicen in der weitenrömischen Welt, der ein reicher Tribut, Gaben,Opfcrgeschenke und besuchende Söhne zuströmtcn vonallen Enden der Erde, mit deren Akademie undLiteratur die jüdischen Akademicen fremder Länderin schwesterlicher Verbindung standen, gegen derenSynedrium alle Synagogen der Welt in unterricht-licher Abhängigkeit waren , damals würde ein unterbarbarischen Völkern lebender Jude die Sprachedieses Volks die Seinige, seine Mutter-sprache genannt haben? Und doch ist hiernur von dieser die Rede: denn alle diese Judenund Judengenosscn hören in der Sprache der Be-geisterten die Sprache, in der sie geborensind, d. i. ihre Muttersprache. In der parlhischcn,modischen und jpaphlagonischcn Sprache rechnete sichkein Jude geboren. Hatte er sie auch gewußt,oder etwas von ihr gewußt: so war es nicht seineSprache.