ig3 Vom Geist des C h r i st e n t h u m s.
Schmeichler und Heuchler. Wer Hut ihm um mei-sten genützt? Seine Feinde. Lostet uns cilsv derVorsehung zukrauen, de.ß sie, wie sie es bishergethan Hot, dos Gute, dos durchs Christenlhumbefördert werden soll, fernerhin zu betreiben wissenwerde. Alle Wege sind in ihrer Hand; ouch dosscheinbar begrabene Gute ruht in ihrem Schooße.Unter wie rauher Rinde wuchs der Baum empor,der zu seiner Zeit diese und keine andre Fruchttragen sollte! Wie manchen harten Winter über-stand der verlorengeachtcte Soome unter der ge-frornen Scholle des Erdreichs. Jndcß kam dochsein Frühling.
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Und bei Allem müssen wir Einen Unterschiednicht übersehen, den Unterschied zwischen Gesell-schaft und Gemeinschaft. Als Gesellschaftnimmt das Christenthum an allen Fehlern undMangeln einer menschlichen Gesellschaft Thcil,nach Umstanden, Personen, Zeilen und Orten.Schließt es z. B. sich mitherrschend an einen Staatan; so kann das Mißverhaltniß zwischen beiden sowachsen, auch die Ucbel, die von ihnen in dieserVerbindung Herkommen, so zunehmen, daß beideDisparaten zuletzt einander gar aufheben. Derschärfere Schnabel des mächtigeren Adlerkopss hacktseinen einst auch gierigen, aber kraftlos gewordenenBruder zuletzt zu Tode, und wird dadurch nichtfetter als vorhin.