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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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196 Vom Geist dc§ C h cistenthum s.

Lehrer mit Gebet und Wünschen auf die Nachkom-menschaft über. Wenn diese Nachkommenschaft aberglaubte, daß in dieser Gebchrde die magischeKraft liege, durch die der Unwürdige würdig, derUngeschickte geschickt werde: ihr lieben Brüder, so

steht diesem stolzen und müßigen Glauben das Be-tragen der Apostel selbst entgegen, die sogar inblos wirtschaftlichen Dingen nicht eherdie Hände auflegen wollten, bis die GemeineMänner erwählt und ihnen vorgestellt hatte, die zudiesem Geschäft Gaben besaßen. (Apost. 6, 3 6.)Aufs Auflegen der Hände als Mittheilerinnen dieserGaben verließen sie sich nicht; und Paulus gicbtseinem Timotheus die weise Warnung, nicht balddie Hände aufzulegen, sonst mache er sich theilhaftigfremder Sünden, (r Tim. 5 , 22.) Läfset mandiese Warnung aus der Acht und glaubt weihen zukönnen, weil man selbst gewcihet worden, d.i. mitNennung gewisser Worte die magische Kette fort-zuziehen , in der von Zeit der Apostel her ausmenschlichen Fingerspitzen Geist stralcte; welch einUnbegriff von den Gaben des Geistes!

8 .

Wenn das Christenthum gestiftet ist, um durchlebendigen Geist den Glauben an magische Ge-bräuche und tobte Wertformen wegzuschcuchcn: sodürfen wir hoffen, daß gerade die anmaassendstennnd doch armseligsten Zaubergcbcäuche, Wortfor-men, die dem Christenthum eben so unnatürlichals feindselig ausgezwungen sind, sich in ihm nicht