192 Vom Geist des Chr istcn th u ms.
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Daß alle, die damals sich zum Christcnthumbekannten, sofort Engel worden waren, widersprichtden Briefen der Apostel gleichfalls. Mehrere dieserBriefe warnen, klagen, strafen, nicht eben gelinde,sondern auch scharf. *) Und da dies in einem Vcr-haltniß geschah, dem der lindere Weg allerdingsangemessen war, so folgt daraus, daß man selbstdas eingestreuete Lob, (ein Ideal, zu welchem dieChristen gewiesen werden,) nicht als das schon er-reichte und von jedem Individuum erreichte Ziel,sondern als eine Ermunterung anzusehen habe,sich diesem Ziel zu nähern. Es sind jaBriefe, die dies Lob enthalten, aufm untern deBriefe, geschrieben von Lehrern, die weder zu be-fehlen hatten noch befehlen wollten, dazu an ganzeGemeinen, zum Theil an Gemeinen in großenErdstrichen und Landern.
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Gewiß stehet nicht Alles in der ersten Kirchefür uns zur Nachahmung da; noch weniger, daßjedem von ihr gebrauchten Worte deshalb eine ma-gische Gewalt gebühre, weil sie es brauchte. Eingroßer Theil des Unheils der späteren Christenheitentsprang, wie die Geschichte zeigt, eben aus lauter
heillosem
*) S. B. der erste Brief an die Corinthier, an dieGalater. Der zweite Brief Petri und Juda setzeneinen schon eingcrissenen großen Verfall der Sit-ten voraus.