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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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191
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Vom Geist des Christenthums. 191

Schluß.

i.

Du hast ein gut Lied gesungen, wird mansagen; aber in einem alten Choral. Wo lebt undwebt das Christcnthum? wo hats gelebet? Etwa inder ersten apostolischen Kirche?"-

s.

So aufmunternd es ist, am Eifer der erstenchristlichen Bekenner ein Muster zu nehmen; soschädlich wird es dem Zweck der Stiftung selbst,wenn man menschliche Werkzeuge über die Mensch-heit erhöht und ihre Geschichte zum Roman um-bildet. Die Apostel waren und blieben Menschen;das Bruchstück der Geschichte, die von ihnen redet,hat Fehler, die sie begingen, nicht verschwiegen. *)(Galat. 2, ii 14. Apost. i 5 , 12. 38 . 3 Z. 23 , 3 5 .)Vollends der Begeisterung bei ihrem ersten Auftrittam Pfingstfest die ungeheure Gewalt zuschreiben,daß durch sie diese Männer und Weiber für ihreganze folgende Lebenszeit in Avtomate eines durchsie wirkenden fremden Geistes verwandelt worden,wäre gar ein salzloser Roman; der Erzählung diesesVorfalles selbst, so wie der ganzen Geschichte derApostel, ihren Briefen und Thattn völlig zuwider.

*) S. Mlddletons vermischte Abhandlungen,Abhandl. l, Ler'pz. 9).