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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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Vom Geist des CH ri stcn th um s. 189

rateste ihren Zweck am wirksamsten fördern. Wenndas achte Christenlhum Gesetz der Natur ist, somuß seinem Zweck, obgleich wider Witten, auchder Antichrist dienen.

VII. Geist Gottes, Hoffnung.

Im Christenthum lebt also ein Geist unsterb-licher Hoffnung. (1 Petr. 1, 3 6 ) Nicht aus einesichtbare Wiederkunft Christi, noch minder auf einReich in sinnlichen Wohttüsten; aber auf die Zeiteiner allgemein anerkannten Billigkeit und Menschen-liebe, auf einen Zustand der Dinge, in welchemjedes vom Wcltbeginn an durch Menschen bezweckte,gewünschte, geschehene, auch vergessene und ver-kannte Gute seine Erfüllung, mithin seine innerereichste Belohnung findet, ein neues Univer-um, in welchem Gerechtigkeit wohnet;darauf hoffet, dahin strebt das Christenthum unaus-tilglich, gewiß auch unfehlbar. (Matth. 25, 3 rgt>.2 Petr. 3, i3.) Daß von den Gründern des Chti-stenthums diese Zcikpcriodc in jüdischen Bildern undGleichnissen vorgebildet worden, war nothwendig:denn Niemand sichet die Zukunft, niemand sprichtvon ihr anders, als in Ausdrücken seiner Spra-che , in Bildern, die ihm seine Zeit und Vorzeitgicbt. Daß diese Zeit von ihnen nahe und zu nahegeglaubt worden , war auch natürlich und selbst för-derlich ihrem Zweck, wenn sie zu ihm mit demraschesten Eifer wirken sollten. Sie mußten sichden Gipfel, dem sic zueilten, als nah, daS Ziel