i8v Vom Geist des Christcnthums.
5.
Siche da das Bekenntniß zur Religion einesWeltheilandes, d. i. des Stifters einer Mcn-schenglückseligkeit, die nicht anders als durch eineGemeinwicksamkcit Aller für Alle werden und be-stehen kann. Das Christcnthum ist Freiheit undFreude. Am jüdischen Namen, ob dieser Welthci-land Je schuah, Jsa, Ihwus oder wie sonst aus-gesprochen werde, an Anekdoten seines Lebens inGalilaa und dem langst zerstörten Jerusalem, ansinnlosen Worten und Gebrauchen zu Feierung seinesarmen Erdenlebens kann cs weder dem Erhöheten,dessen Zweck und Werk Heil der Völker war,noch uns gelegen seyn, die wir keine Auferstehungin Palästina erwarten oder begehren. Sagte Pau-lus nicht oft? „wir kennen Christum nicht nach demFleisch; ec ist uns aber Weisheit, Gerechtig-keit, Heiligung, Erlösun g." Erkühnet ersich nicht zu sagen, daß das Christenthum nur einemittlere, intermediäre Verfassung scy,bis auf eine Zeit, da Christus das ReichGott und dem Vater überantwortenwerde, aufdaßGott sey Alles in Allem?(a Cor. 15,24—28.) Ja, hat sich das Christen-thum von Anfänge seiner Entstehung an andersals in der Gestalt einer Periode der Zuberei-tung angekündigt? (Apost. 3, 19 — 26. Apost. 10,42.48. 17, 24 — 31. 1 Petr. 1, 3 —9.)
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Die Vorsehung hat und gebraucht tausend Mittelzu ihrem endlosen Geschäft, und oft muß das Dispa-