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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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186
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r86 Vom Geist des CH ri stcn thu m s.

können, müssen vor ihm schwinden, d. i. sich ent-kräftet fühle» und mindern. Auch hierauf sollte dasSymbol jener Vereinigung deuten, da sogleich beimEntstehen des Christenthums verschiedne Denkartenund Sprachen aus entfernten Wcltgegenden sich imWortrage der Redenden zusammcnsanden. (Apost. 2 .)Und der Erfolg entsprach dieser Vorbedeutung. Fortangabs keine ausschließcnd - heilige Sprache eines aus-schließend - heiligen Volks mehr; aus allen Nationenund Zungen ward eine Völ kervcrsam m lu n g,

S.

Und obwohl das Staats - Christenthum auchhierin Scheidungen vornahm; es trennete Kirchen,Lander, Provinzen; man schuf sich abermals eineheilige, die Römische Sprache, (eine harte Despotindes menschlichen Verstandes!) nichts desto wenigermußte der einmal erweckte Geist der Menschen-vereinigung fortwirken. Nationen sind einanderdurchs Christenthum naher gebracht, die sich sonstnur Barbaren und Feinde nannten; und wenn sieauch, ans Joch des Glaubens geschmiedet, einan-der zu hassen , zu bekriegen forifuhren , so war dochdie Regel, zu welcher sie sich mitten unter Ab,weichungen von derselben bekannten, keine andreals das Gesetz der Eintracht, der gemein-samen Billigkeit, Achtung gegen einan-der, Freiheit, Friede, Was sie durch dieAhat nicht erwiesen, sprachen sie als Bekenntniß alseingeräumte einzige Bedingung der Selig-keit aus; das Gesetz in ihrem Munde war ihremHerzen nah, ohngcachcet aller Uebertretung.