Bom Geist des Christenthums. 285
8, 28— 56 . i 5 , 2— 6. Rom. 8, 24 — 3 i. Jac. 2,16 — 26.) mit dem freien und frohen Sinn, deruns das Schwerste leicht, das Bittere süß, das Un-mögliche möglich macht. Sein Principium war:„ihr scyd ein edles Gottesgeschlecht, gegen GottKinder, gegen einander, ja mit Christo selbst, Brüder.Umsonst habt ihr empfangen; willig sollt ihr geben.Was mit Zwang gethan wird, ist Gott und Christonicht angenehm; wohlgefällig dienet nur, wer unterdem Panier der Liebe dienet." — Rufe man nicht,um die schnelle Ausbreitung des Christenthums zuerklären, Wunder vom Himmel hernieder; einedurch ein solch Prjncipium aufgeweckte Wirksamkeitaller nutzbaren Talente in einer neuen engen Ge-meinschaft, in welcher Alles sich zu einander that,und für einander sorgte, war ein mächtiges Wunder.Denn Nichts weckt einander mehr und freier, alsLiebe in Wirksamkeit, sobald sie Geist undSeele einer Versammlung ward. Da reizen, stärkenund mehren einander die verschiedensten Gaben; csentflammt ein Eifer, der keine Grenzen kennet,dem nichts widerstehen mag, weil einerseits JederDieselben Bedürfnisse, andcrntheils Dieselben An-lagen , Kräfte, Wünsche, Hoffnungen fühlet. WoTausende so wirken, da ist ihr Wirkungskreis uner-meßlich.
VI. Geist Gottes, Vereinigcr der Völker.
2.
Der Geist, der Menschen bindet, vereinigt auchVölker. Vorurthcile, die noch nicht verschwinden