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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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184
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184 Vom Geist des Christenthums.

nur Encrgicen, Gaben, Kräfte, nicht Stände; dieGesellschaft kennet nur Aemter und ordnet undwählt und gebraucht dazu alle Gaben; (Sw(>k«s,xveg/5r«g, svey/i^ucrv« , §nva^Li.g) das Christen-lhum heiligt sie zu Huldgeschenken, zu Gabender Liebe.

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Nach welchem Maasstabe wählte also die Chri-stengesellschaft ? Zum gemeinen Nutz. Man-ches Talent, das bei verderbten Sitten und Gelüsteneinem jüdisch - oder heidnischen Staatskörper schick-lich, ja unentbehrlich schien, war deshalb der Chri-stengemcine nicht brauchbar: denn diese war keinirdischer Staat. Kriege, Eroberungen, Erpressun-gen, Pracht, Tempel, Statuen, Paläste warennicht ihr Werk; sie wirkte auf den edelsten Zweck,zu dem die Menschheit streben mag, auf ein Reichdes Geistes, auf die Gcsammtglückseligkeit allerGlieder durch ihrer aller eigne Gesinnungenin einer thätigen Gemeinschaft.

V. Geist Gottes dem Sklavensinn, dem Haß,der Zwietracht, der düstern Traurigkeit undTrägheit entgegengesetzt; ein Geist der Freiheit,gutmüthiger Thätigkeit und Liebe.

Lust und Liebe zum Guten, zu jedem Gutenist Geist und war Charakter des Christcnthums,das zwanglos, ohne Furcht vor der Uebermacht einesGebietenden, aus Ueberzeugung wirken sollte, (Ioh.