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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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178
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178 Vom Geist des Christen thums.

Horen , und haltet euch (so stark sind die Wirkungender menschlichen Sympathie!) vor dieser Verrückungin seiner Nahe selbst kaum gesichert. Denket euchnun eine Zeit, in welche diese Perhorrescenz gemeinerGlaube war, da man z. B. ein Heer zehnfacherKrankheiten, hundertfacher Unordnungen und Ab-scheulichkeiten unter den Namen eines Dämoni-ums faßte, jene als dies behandelte und dahinseine Gedanken, seine Kraft lenkte. FürchterlicheZeiten! Nicht nur dadurch fürchterlich, daß sie dengeraden Anblick der Natur, den gesunden Gebrauchdes Verstandes und der Sinne, selbst als feindlicheDämonen, stören; sondern noch feindlicher dadurch,daß sie einen Hang zur Unnatur, eine Neigung,Ungeheuer sich selbst zu schaffen, und damitals mit lebendigen Wesen umzugehen, im Gcmülhsolcher Geist besessenen entzünden. Aeußecst unduld-sam und verfolgend ist diese Dämoncnkcankhcit. IhrWurm, der nie stirbt, ihr Feuer, das nie erlischt,frißt und zündet. In Zeiten der Schwache, dcöUnglücks, der Krankheit kommen die langstvcrjagtenDämonen wieder, und mit dämonischer Zaubereiwirken sie weiter.

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Gekommen dies teuflische Reich zu zerstören,wirkte Christus im Dienst des Einzigen Gottes alsSohn, als Machthaber göttlich - wohlthätigcrKräfte, frei, Helle, unermüdet. Er war dem Dä-monen-Reich so feind, daß wir ihn nie in hefti-gcrm Unwillen als gegen Zauberei, Aberglaubenund die damit verbundnc fromme Heuchelei gewahrwerden. (Matth. 12, 22 46.) Uns mit der