werden; keine Biblio- und Epistelolatrcn.(2 Cor. 3. 4.)
7-
Unschätzbar sind also die wenigen, kunstlos ge-schriebenen Schriften des neuen Testaments, nichtetwa nur als Urkunden des Christenlhums, sondernvorzüglich als Erweise seiner ursprüngli-chen Tendenz, als sprechende Charakter-Gemahlde seiner frühesten Denkart.Voll des Geistes, der durch diese Stiftung selbstsprach, sollen sie diesen Geist erhalten, verbreiten.Zu ewiger Wiederholung ihres Inhalts : „So schrei-bet Paulus hier; so redet Paulus dort" u. f. odergar zu Vorbildern rhetorischer Uebungen, etwa alsMuster des christlichen Geschieht - und Briefstyls sindweder Briefe noch Evangelien geschrieben. Ge-sinnung zu erwecken ist ihre Absicht, weßhalbauch in ihnen auf Einkleidung und Wortbau sowenig gewandt ist. Geist spricht in ihnen, Geistzum Geiste. (Joh. 6, 63.)
III. Geist Christi, dem Magismus entgegen.
1.
Magismus ist ein sinnlicher Wahn undTrieb, in der Natur eine Uebernatur, im gemeinenLauf der Dinge ein Nicht-Natürliches, Außeror-dentliches, Prodigioses und Wundersames zu findenund mit zu bewirken; ein Magus zu seyn und vonZaubereien zu träumen. — Er ist also ein sinne-verblendender Aberglaube, oft mit viel Hyperbeln
und