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Dom Geist des Christenthums. 176
Dem Wort der Prophezcihung beweisen sie alle Ehre,die ihm gebühret; nur aber Wegweiser sollte es seyn,nicht Ziel der Reise. Ein Licht in der dunkeln Vor-zeit, bis der Tag anbreche und der Morgensternaufgche in menschlichen Herzen. (2Pctr. r, 19.) DieSchrift unterweiset, damit wir thun und zu jedemguten Wer? geschickt werden. (Iac. r, 23 . 2 Tim. 3 .16. 17.) Sonst ist auch sie Buch stab.
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Gewaltig dringt also Paulus darauf, daß daSChristenthum nicht Schreiberei, sondern Geist deSGeschriebenen, nicht Leserei sondern Ausübung desGelesenen, G c sin n un g und Thal werde. (2 Cor.3 , i — ill.) Gewiß war es also nicht Zweck derschreibenden Apostel, daß die wenigen Briefe, diesie an die Stelle mündlicher Unterredungen setzten,künftig ein neues tödtcndes Amt des Buch-stabs, zahlloser Auslegungen, Erklärungen undSchreibereien würden : denn wer schreibt Briese, dieeine lebendige Zusammenkunft ersetzen sollen, zusolchem Zweck? Auf Einrichtung der Gemeinen,auf Wirksamkeit nach Ort und Standen geht indiesen Briefen Alles. Ihre Eingänge sind Dank undFreude fürs erlangte Christenthum, feurige Lobprei-sungen Christi; dann folgt sogleich Erweckung zupraktischen Gesinnungen im Geist dieses Christusnach Bedürfnissen, Umständen, Ständen. Was iuEinem Briefe steht, steht in mehreren, ja in allenBriefen, oft mit denselben Worten. In den Herzender Menschen sollte das Evangelium geschrieben seyn;ein lebendiger Brief Christi sollten die Christen