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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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173
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Vom Geist deS Christenthums. 173

für Wahrheit, für Werth und Unwerth der Dinge,d. i. aus Geist, jedes leeren Gaukelwcrks gernentbehren werden. Sich an einen Leichnam gebun-den sehen und an ihm als auf einem Triumphwa-gen stolziren, verralh eine Dürftigkeit und Armuthdes Geistes, die um so gefährlicher ist, weil sieihrer hohlen Gemächlichkeit wegen unvermerkt feßeltund zuletzt die sinnlosesten Anmaaßungen erzeuget.Hat man sich an den Todtengeruch seiner selbsteinmal gewöhnet und halt ihn für Balsam; so ver-folget man gern, die ihn nicht dafür holten, undhasset zuletzt nichts mehr, als was kein Ecrimoniel,sondern Wahrheit, Sache, Geist ist. Dankdem Manne von Nazareth, der , Leben hcrvorrufend,die leeren Larven zuerst in der Religion zerstörthat. Erschaffe man sich Idole, wir man will; seitdas größcste gefallen ist, hat es mit allen andernsein gewiesenes Ende. Die Schattengestalt allerIdole gehet vorüber. (1 Joh. 2, 14. i 5 .)

II. Geist, dem Buchstaben entgegengesetzt.

r.

Schrift ist ein sehr nützliches Werkzeug desGeistes; aber nur Werkzeug: Werkzeugeines Gei-stes, der sich dadurch mitthcilet, der daraus hcr-vorgehcn, der dadurch geweckt werden soll. OhneGeist ist der Buchstab tobt, wie ec ohne denselbenauch nicht entstehen konnte.

2.

Schrift erhält Gedanken. Sie setzt Gedankenvoraus, setzt solche fort und weckt neue Gedanken.