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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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162
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162 Dom Geist des E hr ist e n t h II m s.

Begriff, Verjüngung, Erneuung. Erneuensoll mich das belehrende Wort; verjüngen die bes-sere Seele, die mich treibet. Denn Geist undWort sind bei den Ebräern Eins: der Hauch vomMunde Gottes ist Wort, das Wort vom MundeGottes ist Geist; rohe Mißverständnisse allein konn-ten sic theilen. Der Beistand, den Christus denSeinen nachließ, war sein Andenken, seine Lehre,sein aufgeklärtes Bild, eine Ueberzeugung der Wahr-heit. Warum trennet ihr also, was Gott verband,da in unsrer Seele alle Kräfte Eins sind?

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Wahrlich, das göttliche, das edelste Werk, wo-durch der Mensch Mensch wird, ohne welches erein Thier oder arger als ein Thier seyn müßte, kannkeine Zuchthausschule, kein Laboratorium seyn, inwelchem er ohne Wissen und Willen destillirt wird,Eine e v an ge lis che, d. i. l i b e r a l c Er z ie h u n gnennt die Schrift dies dem Menschen angelegensteGeschäft, das sie einer belehrenden Huld Gottes,einem väterlichen Ruf und Auge, einem mir kind-licher Munterkeit belebenden Geist zueignet. Licht,Leben, Liebe sind in diesem Geschäft Eins; fort-gehend aufs ganze Leben. Uebcr die Natur hinauswerden wir nicht gespannet, sondern zu dem Bilde,das Gott uns ancrschuf, mit immer süßerem Stre-ben gebildet.

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Was folgt hieraus? Sehr einfache und schöneFolgen,