Vom Geist des Christenthums. »6r
Vergottung ein gequälter Mensch, ein leeresIdol, ein Ich und Nicht - Ich, ein Schemenward. —
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Zurück also zur Natur und Wahrheit; Zurückdahin von allem Streiten und Grübeln. Unmittel-bar gelangt keine Gabe Gottes an uns; (wir habenvon dieser Unmittelbarkeit durchaus keinen Begriff;)zu Erhaltung des Leibes und der Seele sind wir anMittel gebunden. Sey es Reich der Gnade oderReich der Natur, worin wir leben; jedes Gewächsvon der Eeder bis zum Vsop hängt an Erde undSonnenschein, an Luft und Wasser, durch die cslebet. — Keine Empfänglichkeit und Kraft, keinVermögen auf uns oder aus andere zu wirken, istuns umsonst mitgethcilet. Wir müssen geben,weil wir empfangen haben; sonst besitzen wir nicht.Der Geist macht lebendig, thatig, geschäftig.
18.
Wie sehr kommt uns hiebei die einfache Spracheder Schrift zustatten! Auf wie ebnem Wege leuchtetsie vor, indem sie nicht theilet, nicht subtilisiret.Was meinen Verstand erleuchtet, soll auch meinHerz bessern; sonst war jenes Erkenntniß falsch undtodt. Was mein Herz belebet, soll von Licht, vonVerständniß, von einem Wort Gottes ausgehn.Also trennet die Schrift Verstand und Willen, Er-leuchtung und Wiedergeburt oder wie ihrs sonst nen-nen möget, nicht; vielmehr läffct sie alle dieseNamen in einander fallen unter den Einen schönenHerders Werke i. Nel. », Ttievl, XII. L