Vom Geist des Christenthums. i55
Manichäer, am meisten Pelagianer dem großenStreiter Augustin reichen Anlaß gaben.
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Auf einer gefährlichen Spitze stand dieser talent-reiche Mann Augustinus. Bei seinem blenden-den Witz, den er wie ein funkelndes Schwerdt hinund her wandte, bei einer raschen schlüpfrigen Ein-bildungskraft ward sein warmer Eifer fürs Wohlder Kirche dieser selbst schädlich. Er wars, der diegewagtesten Sätze und Unterschiede über Natur undGnade, über den freien Willen des Menschen undseine Ohnmacht, über Gnade und Verdienst nichtnur in Gang, sondern auch (trauriger Sieg!) insSystem der Kirche brachte. Wie sehr sich der mensch-liche Geist sträubte, manche harte Behauptung dieseskirchlichen Despoten, aller Erfahrung zuwider, an-zunehmen , wie tapfer man selbst in den mittlerenZeiten der Scholastik gegen ihn stritt, und sich we-nigstens hie und da einen kleinen Winkel eigenenBesitzes menschlicher Seelenkräfte zu umzaunen suchte;der lateinischen Kirche blieb sein System geltend.Noch in den Zeiten des Jansenismus hat cs diescharfsinnigsten Vertheidigcr, so wie die feinsten Be-streiter gefunden und hat von beiden Seiten Verfol-gungen verursacht, dergleichen man sich weder vonder zuvorkommenden, helfenden, un-terstützenden, noch von der kräftigen undhinreichenden Gnade je hätte versehen mö-gen. Neue August ine, die talentreichsten Männer,waren in einen Streit verwickelt, in welchem dieblonde Zraria conZrus und die braune gratis eMuax