Vom Geist des CH rist e n t h u m S.
Kampf, den auch der Beste erfährt, wie aus seinerBrust, aus s c i n e r Erfahrung beschreibet? Kraftdes Begriffes und Namens aber soll der Geistherrschen; Erkenn tniß soll den Jrrkhum,Entschluß und Wille die Trägheit und sinn-liche Lust überwinden. Die güte Seele im Men-schen soll gebieten; die schlechte mehr und mehrüberwältigt, der alte Mensch wie ein beflecktes Kleidabgelegt werden, u. f. — So natürlich, menschlichund verständig redet Paulus. Ein völliger Mißver-stand seines Genius, seiner Sprache und Denkartgehörte dazu, daß man aus seinen Bildern undAusdrücken das machte, was leider nach und nachaus ihnen gemacht ward.
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Denn nicht auf einmal, sondern im langenLaus rhetorischer oder scholastischer Jahrhunderte kamenst das Kunstsystem der sogenannten übernatür-l i ch en G n g d e n wirkunge n zu Stande. Dieälteste, insonderheit griechische Kirche kannte es nicht;sie redete, (wo es nicht auf Mönchslugendcn aus-ging,) über die ganze Sache ungezwungen, einfachund verständlich. So lange sie insonderheit ihrenWitz auf Dogmen des Sohns wandte, ließ sie denheiligen Geist mit seinen Wirkungen dergestalt un-befehdct, daß man späterhin sogar nöthig fand, vorden Vätern der griechischen Kirche, zumal vor Chry-sostomus als vor einem gefährlichen Synergisten,zu warnen. —- Der lateinischen, insonderheit derafrikanischen Kirche war eS aufbehalten, über dieDperaiioncn des Geistes und der Gnade in afrika-nischem Latein zu subiilisircn, wozu Donatisten,