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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
152
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1Z2 Vom Geist des Christcnthums.

pheten zue Rückkehr von Abgötterei, Aberglaubenund Lastern, daß man ihre fröhlichen Aussichteneines bessern Zustandes bei gelauterten Kenntnissenund Sitten der Nation, als einer schönen Wieder-geburt der Dinge, so trübselig deuten, so jammerndverwirren konnte. Mehr als Mönchszeiten endlich,daß man sogar den Schriften Salomo's, Hiob, denApokryphen, den Schriften des neuen Testamentsstatt ihrer offnen menschlichen Lebensweisheit diesendie Natur zerknickenden Mysticismus aufzudringenwagte.

5 .

Ging Christus mit seinen Schülern als mitkünftigen Klosterbrüdern um? oder als Lehrer undgeselliger Freund mit Freunden? Jede Verstellungdes Gesichts, jede Pharisaerei war ihm zuwider; erwarnte vor ihr als vor einem Sauerteige, der denganzen Teig verderbe. Ein offenes, lichtes Augemacht nach seiner Meinung den ganzen Leib licht,den ganzen Gang eines Menschen gewiß und sicher.Heiter sind seine Vorschriften zu Bildung des Her-zens und Lebens; der Geist, den er den Seinigenversprach, war ein Geist überzeugender Wahrheit,heiterer Weisheit, ein Geist des Friedens, derFreude.

6 .

Auf keinem andern Wege giengen die Apostel;Dank und Liebe waren ihnen Kennzeichen des em-pfangenen Geistes, eine freudige Wirksamkeit durchnutzbare Gaben voll williger Kräfte sollte den LeibChristi beleben. Dazu redeten sie und schrieben;