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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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146 Vom Geist des Christenthums.

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Der Kirche waren Gaben des Erkenntnissesnothwendig; d. i. Verstand der Schrift, Deutungendes Sinnes derselben, ihrer Weissagungen, ihrerGeschichten. Wer jenen praktischen, übcrschend-ordnenden Weisheitsblick nicht hatte, besaß vielleichtdiese Erkenntnißgabe; er gewann an Tiefsinn, wasihm an Umfange fehlte. Seine Gabe war brauchbar.

5.

Ein dritter hatte Charaktcrgaben, Zuver-sicht, Glauben. Ein vierter besaß Kenntnisse undHülfsmittel gegen Krankheiten, ein anderer vordrin-gende Macht zu Uebernchmung der Gefahren, zuAusrichtung wichtiger Geschäfte. Dieser besaß Be-redsamkeit, jener hatte einen Blick in die Zukunft.Diesem war Scharfsinn eigen, Charaktere zu unter-scheiden; eine Gabe, die dem werdenden Christen-thum, an welches sich mancherlei, auch tauschendund betrügerisch anschloß, sehr nothwendig war.Ein andrer war geübt in den mancherlei Untersu-chungen (Midraschim, Glossen des Sinnes der Pro-pheten ;) ein dritter konnte diese geheime Allegorienverständlicher auslegen. Alle diese Geschicklichkeitensollten partheilos angewandt werden; denn in allen,sagt Paulus , wirke zum gemeinen Nutzen E i nGeist, der den gliedcrreichen Körper beseele, (r Cor.12, 4 3 r.) Liebe aber sey das Band der Gesell-schaft, also bei allen Talenten unentbehrlich, vorallen die vollkommenste Gabe. (1 Cor. i 3 .)

6 .

Wie Paulus hier spricht, spricht er zu allen