142 Vom Geist des CH cistenthums.
27.
Und auch nn jedem Baum (wenn die Fortse-tzung dieses Gleichnisses erlaubt ist,) wird mir nichtalles gleich anwendbar seyn Kursen. Seine Früchtewerde ich genießen, aber nicht seine Wurzeln, Blat-ter und Rinde, die dennoch dem Baum selbst sehrnothwendig waren: denn ohne sic konnten jene
Früchte auf ihm nicht erwachsen. Nicht werde ichlhöricht in jedem Stammregister, oder in einer offen-baren Lücke historischer Umstände, cingcgcistete My-sterien suchen, statt wahrzunehmen was hierin au-genscheinlich vom Lauf der Zeit abhängt und ihmdienet. Was zu meinem Geist und Herzen spricht,das ist Geist ; die Stimme des Geistes ist B esl e h r u n g.
28.
Friedlich führet sich also das Wort Einge-bung, Inspiration, Anhauch, auf den ge,sunden Begriff zurück, den diese Bücher vom erstenbis zum letzten feststellen und bewähren, nämlich,daß, da die Gottheit den Menschen durch Menschendie edelsten Wohlthaten erweiset, sie ihnen auchdiese erwies, Menschen mit vorzüglichen Gaben,mit ausgezeichneten Kräften, Menschen Gottes,geboren werden zu lassen, sie in Umstande zu setzen,da diese Kräfte gebildet, erweckt, gefördert wurden,ihnen Veranlassungen zuzuführen, unter denen siethätig oder lehrend ihr Werk trieben, sich ihm ganzaufopfertcn und dadurch Wohlthatcr der Nachweltwurden. Je reiner ihr Sinn, je fester ihre Be->^strebung, je glücklicher ihre Wirkung war, desto Heller