Vom Geist des E hri st e n th u m s. i.jr
scheu? oder sinds Götter, die da reden? Kommen
diese Stimmen vom Himmel oder woher?-
Hundert Einwürfe, die gegen die Bibel gesagt sind,fallen weg, sobald man jede Schrift dieser Samm-lung natürlich , d. i. ort- und zeitmaßig betrachtet.Hundert Spöttereien erscheinen abgeschmackt, wennman den magisch - einhauchendcn Geist vergißt undauf den Ausdruck jedes Schriftstellers, als auf denbesten Ausdruck seiner Zeit, sci.ner^Seelemerket.
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Würde endlich einmal auch von diesen Schrifteneine Sammlung veranstaltet, in der, ohne irgendeinen fremden drückenden Nebcnbegrjss, jedes Buch,jeder Theil des Buchs, insonderheit die für unsgehörigen schönsten, Thcilc derselben rein-mensch-lich und natürlich, nach Ort und Zeit begreiflichjedem Verständigen hingcstellet würden; ein neuerGarten blühete in ihnen auf. Wurzellos schwebtesodann keine Pflanze in der Luft; keine läge aus-gerissen im Sande: denn jeder Baum, jedes Krautsproßte an Stell' und Ort. Das Lesen dieser Schrif-ten wäre Jedem ein Lustgang, der die verschiedenenGewächse ganzer Jahrtausende darstellt; du kannstweilen, wo du willst, unter diesem oder jenemschattenreichen Baume. Gefallt dir Paulus nicht,so seps Jakobus. Ist Jeremias dir nicht angenehm,so sei) es Jesaias, Assaph, David, oder die Altvä-ter der goldenen Zeit. Allenthalben wehet HauchGottes; jeder Baum aber bringt nur seiner ArtFrüchte.