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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
139
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Vom Geist des Christenthums. i3g

heterogensten Ausdrücken der Schrift jetzt frech be-legte und dadurch bewiesen zu haben vermeinte. *)

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Wird dieser Unbegriff, dem kein vernünftigerAusleger je folgen konnte, den lediglich mißverstan-dene Phrasen beschönigen, den nur der mystischeKabbalismus aufgebracht, die Theurgie der Plato-mkcc bestärkt und die Spitzfindigkeit der Schola-stiker fcstgestellel hat, wird er immer und ewig wie-derholt werden? Wie werden einem denkendenWesen von einem andern Geist Gedanken mit ihremAusdruck eingegebcn, daß diese zugleich, wie dochoffenbar ist, des Schreibenden eigne Gedanken undAusdruck bleiben? Die mildernde Formelderfremde Geist habe des Schreibenden Gedanken ge-leitet" erklärt eben so wenig: denn wie leitet cjnfremder Geist meine Gedanken? Am besten-wars also, wenn gesundere Dogmatiker redlich sag-ten, daß sic von diesem Zustande keinen Begriffhatten,da sie ihn nicht selbst erfahren." Be-

*) A. B-Ihr scyds nicht, die da reden, sonderneures Vaters Geist ists, der durch euch redet."Als ob Einer der furchtsamen, denen Christusmit diesen Worten Much einspricht, so anmaaßendund unverständig gewesen wäre, sich vor Gerichtnicht verantworten, Gedanken und Sinne nichtzusammen nehmen zu wollen, weil ein fremderGeist wohl seine Zunge bewegen würde. Aehn-lich diesem sind die übrigen sogenannten Beweiseder Eingeistung.