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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
138
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Und je mehrere mysteriöse Dogmen festgesetzttvurdcn; desto mehr hotte man cinqegeistete Wortenölhiq. Wie man einst die griechische Uebcrsetzungdes ölten Testaments kanonisier hotte, so kononi-sirle man jo zu solchem Zweck sogar die Vulgata.

2t.

Und je mehr die Unwissenheit zunahm, je wei-ter man vom alten achten Wortverstande dieserSchriften abgekommen war, desto mehr ward dieEing eistu ng begründet. Ein Gebrauch, eineLehre war einmal festgcstcllt; der eingegeistete Aus-druck, auf dem sie beruheten, mußte alfo auch fest-gestellt scyn und bleiben, wenn gleich in der Ur-sprache, die man fast nicht kannte, an ihn nichtsMinder als gedacht war,

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Endlich kam die Scholastik und drückte ihrbleiernes Siegel auf alle heiligen Worte, die damalsjm System standen; cs kostete ihr dies jo nur EineDefinition, Einen Locus. Also ward eine schola-stische Theorie festgesetzt, die, wenn sie auch aufkein einzig biblisches Buch paßte, da kein Auslegervon gesundem Sinn sie brauchen konnte, um destobesser dem cingeführten System diente: denn mit

Haut und Haar war dieses durch sie bewahret. Diekkeurgische Inspiration ward die Mosora oller ein-geführten Meinungen, (wie zufällig diese auch ein-gcfühct waren,) die man mit den unschuldigsten und