,36 Dom Gcist des CH ri ste n t h u m s.
weiß nicht, was er spricht; was er hervorbringt,spricht ein Anderer: denn Gott redet durch die'Pro-pheten, zu verkündigen, was Er will/' — Mansuchet, woher diese Uebertreibungcn geflossen sind,nämlich aus dem Mißbrauch jener unbefangenenAeußerungen alter Dichter und Propheten, da sie,von ihrem Gegenstände voll, den lebhaftesten Zu-stand ihres Gemüths als eine Gott gesandteBegeisterung auszeichneten. Statt dieses leb-haftesten Zustandes aber den trägsten, dunkelstenZustand des Gemüths zum Charakter aller heiligen,göttlichen Mitkheilung machen, heißt zu einer Zau-bermusik cinladen, bei welcher, weil der Hervor-bringende selbst nichts vernahm, jeder Eingeladenewähnen kann, was ihm gut dünket. *)
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Indessen giengen diese Traume einer gehörtenfremden Musik mit der Zeit auch auf die Schriften
*) Daß manche, insonderheit spätere Schauer der Zu-kunft Gesichte sahen, deren Aufschluß sie selbstnicht kannten, daß andere, die in eine frohe odertraurige Zeitenfolge hinausblickten, die förmlichenUmstande nicht bezeichnen konnten , unter welchemihr Wunsch in Erfüllung gehen würde, ist Staturder Sache. In diesen Abgrund von Dunkelheitaber alle Schriftsteller der Ebraer stürzen, sodaß keinem derselben weder Ausdruck noch Gedankebleibt, indem sie allcsammt wie ein Instrumentoder wie Bileams Eselin reden, dies ist einestarke' Hypothese.