126 Vo m Geist des Ehristenthu m s.
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Vor allen Aposteln tritt hier der edle Enthu-siast Paulus hervor, dessen Begeisterung man sehrunrecht Fanatismus genannt hat. Sobald er cin-sah, daß er im Jesus von Nazareth wirklich dasHeil der Völker verfolge, und daß es Thorhcitsey, wider den Stachel auszuschlagen,den die Vorsehung bei dieser von ihr begünstigtenAnstalt ihm nachtrug; sobald die Schuppen von seinenAugen sielen, es einzuschn, daß er mit dem Eifernfür den blinden Pharisäismus und den jüdischenFormularcullus zu spat komme; ein neues unwi-dertreibliches Licht gehe den Völkern auf, die alteNacht lasse sich nicht halten; wer griff rascher ansWerk als Er? Ein edler Enthusiast für allge-meine Aufklärung und Freiheit desGeistes gegen alle Vorurtheile des Juden- undHeidenthums. Seine Waffen sind Vernunft, an-schauliche vom Lauf der Zeiten bestätigte Wahrheit.
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Wie aber die feinsten Organisationen, wenn sieaufgelöset in Verwesung gehen, das schädlichste Gifthauchen; wie eben die edelsten Kräfte, wenn siezerrüttet werden, am mächtigsten wider einanderstreben; so darf man sich gerade beim Geist desEhristenthums über die widersinnigsten Miß-deutungen und Mißbräuche nicht wundern. Dennnur vom Geist wird Geist genossen und verstan-den. Die kalte Trägheit zieht alles zu sich hernie-der; die Schwärmerei, der Zügel und Maas fehlt,will überall schwärmen. —