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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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124
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H4 Vom Geist des Ehci stenthums.

mit diesem Wort einen Sinn verbindet? Entwederein Brüten über transcendcntcn, übersinnlichen Wor-ten und Wortschällen, deren Anschauung dem mensch-lichen Geist versagt ist. Oder ein thörichtcs Hangenan Gebrauchen, Formeln, Vocurtheilen und Ge-wohnheiten , die man mit Wuth verthcidiqet undfesthalt. Oder endlich ein Uebertreiben der Wirksam-keit, auch zu Erreichung guter Absichten , außerdemGleichmaaße des Ganzen. Gegen jede diese Schwär-mereien ist das Ehristenthum eben gerichtet.

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Gegen das Brüten über transscendcntalem Un-sinn: denn was von Sokrates gepriesen wird, daßec die Philosophie vom Himmel auf die Erde ge-rufen habe, gilt in Ansehung der Religion nochmehr von Christus. Wenn er die Menschen Gottals den Vater ihres Geschlechts erkennen, das Gött-liche ihrer Natur anbauen und einander als Brüder-lichen lehrte, war sein Enthusiasmus nichtrein menschlich? Die kabalistischen, platonischen undscholastischen Grübeleien, die man in diese anschau-liche Lehre flocht und mit schwärmerischer Hitze vcr-theidigte, sind sein Ehristenthum nicht; vielmehrheben sie dieses auf und sind ein achter Wort-Fanatismus.

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Gegen das tolle Anhängen an Gebrauchen,Wortformeln, und leeren Gewohnheit ist das Ehri-stenthum nicht nur gestiftet, sondern hat auch seineMacht erwiesen. Den jüdischen, sogar den römi-schen Nationalste!; bog es nieder; der abgelebte lcvi-tische Dienst und die Abgötterei, so schwärmerischsie verthcidigk wurden, gingen zu Grabe. Auch dieFormelnreligion hob der Geist des Christcnlhums auf,