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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
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122 Voss? Geist des Chr'istscnthu ms.

Begeisterung sprechen, sich verteidigen, handeln,strafen. (Apost. 2 i 5 .) In dieser Absicht stellt ervorzüglich und ganz und mit augenscheinlicher Liebeden Stephanus dar, einen jungen Mann, dessenCharakter Begeisterung ist, die ihm bis zur Todes-stunde treu bleibt und den offnen Himmel zeiget.(Kap. 6. 7.) Name und That kommen bei demersten Märtyrer des Christenthums zusammen; ererscheint als ein Symbol des christlichen Enthusias-mus. Wenn Samariter, Heiden und eine Johan-nesschule zum Christenthum treten, verschweigt LukaSihre Begeisterung, (8, i 517. 10, 44 47.

19,6.) die Erfüllung des Versprechens Christi nicht;da ja alle Apostel in ihren Briefen die Gabe des Geistesals ein Siegel und Unterpfand , als einen Charakter-Erweiß der achten Christenheit betrachten und ihreSchriften selbst, im schlichtesten populärsten Aus-druck , die Sprache des höchsten Enthusiasmusreden.

3 .

Und wie anders? Ohne Begeisterung wäre keinChristus, kein Apostel, kein Christenthum je gewesen.Wie wir in der Natur göttlichen Nalurkräftcn, imReich der Menschen vorzüglichen Gaben, Gesinnungenund Trieben Alles schuldig sind: so auch bei diesemWerke. Ohne den mit edler Begeisterung Gesalbtenwäre jede trage Materie in ihrem Zustande verharret;Vorurtheil, Aberglaube, jede geistlose Formel wäre inihrem Werth geblieben. Sein war die Idee diesesReichs Gottes; sein war das Werk.

4 -

Und was hatten wir gegen das edle Wort Be-geisterung, da es die Sache selbst ausdrückt? Inder Natur nennen wir jede trage Materie todt; je