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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
121
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Symbol der Herrlichkeit Gottes über dem Jordanführte Christum in die Wüste, um daselbst die Füh-rung seines Werks nüchtern und still zu überdenken.(Matth. 4, i.) Als er auf jenem Berge den mäch-tigen Entschluß faßte, nach Jerusalem zu gehen undsich dem ihn erwartenden Tode freiwillig zu opfern,schien er ins Paradies versetzt, (wie solches die Ebräerzu bezeichnen pflegen.) Er sprach mit Moses undElias; sein Angesicht glanzte; seine Kleider glänzten;selbst die Dabeistehendcn ergriff wie im Traum eindunkles Gefühl des Paradieses. Fortan sprach erunbewundcn von seinem Tode und fuhr Petrus hartan, da er ihm den Hingang nach der Hauptstadtwiderrathen wollte. Mit den Heiligen des Paradieseshatte er die Sache überleget. Was Christus vorallem bei seinen Schülern foderte, war Entschlossen-heit und Muth; eine Gabe des Geistes, die ihm dienolhwcndigste, die größeste schien, (Matth, io, 19.20. Luc. 11, ir i 3 .) ohne deren Theilnahme seinWerk weder anfangen 'noch fortgehcn könne. (Joh.7, 37 39. 16, 7 i 5 .) Die Gabe, die er seinennachblcibenden Freunden noch im letzten Augenblickzusagt, war Kraft des Geistes, himmli-scher Enthusiasmus. (Luc. 1, 48.)

2.

Der erste Geschichtschreiber des Christenthumsschämet sich der Begeisterung so wenig, daß er sievielmehr, wie wir eben sahen, als eine Beurkun-dung des Christenthums und als dessen Charak-ter darstellt. Eben dazu hatte 'er das Wort desscheidenden Christus (Apost^ 1, 4 8.) angeführtund zeigt, wie die Apostel in dieser ersten jungen