Symbol der Herrlichkeit Gottes über dem Jordanführte Christum in die Wüste, um daselbst die Füh-rung seines Werks nüchtern und still zu überdenken.(Matth. 4, i.) Als er auf jenem Berge den mäch-tigen Entschluß faßte, nach Jerusalem zu gehen undsich dem ihn erwartenden Tode freiwillig zu opfern,schien er ins Paradies versetzt, (wie solches die Ebräerzu bezeichnen pflegen.) Er sprach mit Moses undElias; sein Angesicht glanzte; seine Kleider glänzten;selbst die Dabeistehendcn ergriff wie im Traum eindunkles Gefühl des Paradieses. — Fortan sprach erunbewundcn von seinem Tode und fuhr Petrus hartan, da er ihm den Hingang nach der Hauptstadtwiderrathen wollte. Mit den Heiligen des Paradieseshatte er die Sache überleget. — Was Christus vorallem bei seinen Schülern foderte, war Entschlossen-heit und Muth; eine Gabe des Geistes, die ihm dienolhwcndigste, die größeste schien, (Matth, io, 19.20. Luc. 11, ir — i 3 .) ohne deren Theilnahme seinWerk weder anfangen 'noch fortgehcn könne. (Joh.7, 37 — 39. 16, 7 — i 5 .) Die Gabe, die er seinennachblcibenden Freunden noch im letzten Augenblickzusagt, war Kraft des Geistes, himmli-scher Enthusiasmus. (Luc. 1, 4—8.)
2.
Der erste Geschichtschreiber des Christenthumsschämet sich der Begeisterung so wenig, daß er sievielmehr, wie wir eben sahen, als eine Beurkun-dung des Christenthums und als dessen Charak-ter darstellt. Eben dazu hatte 'er das Wort desscheidenden Christus (Apost^ 1, 4 — 8.) angeführtund zeigt, wie die Apostel in dieser ersten jungen