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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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120 Vom Geist des Christenthums.

Zeitraum reißen und sie nach dem Maas eines frem-den Zeitgeistes richten. In Judäa entstand das Chri-stenthum ; seine Verbreiter mußten also nach jüdischerArt denken, sprechen, symbolisiren. Den Aussprüchenvom Geist des Christenthums liegt natürlich das zumGrunde, was die Ebracr vom Geist ihrer heiligenEinrichtung gesagt oder angedeutet hatten. Symboleaber sind nicht die Sache selbst; der Geist eines In-stituts ist Geist, ist Wahrheit.

Fünfter Abschnitt.

Also ist doch, wird man sagen, das Christcn-thum durch Begeisterung entstanden; und wienahe diese der Schwärmerei sey, hat die Ge-schichte erprobet." Lasset uns unterscheiden.

i.

Allerdings eignet sich das Christcnthum Begei-sterung sogar als Quelle zu, und hat die ent-scheidendsten Begebenheiten im Leben seines Stifters> in Bildern von ihr darzustellen sich nicht gcschämet.Denn wer, der jüdische Schriften gelesen, verstündedie Bilder nicht vom offnen Himmel, vom Aufstei-gen der Seele in den Himmel, vom leuchtendenAngesicht, von der erschienenen Glorie Jchovahsu. f. ? Bekannte Symbole, die den Zustand reinerBegeisterung bezeichnen und mit ihm vergesellschaftetwerden. Begeisterung über das unerwarlet-crschienene