Vom Geist dcS Christenthums. H9
brauch gemacht worden. Als aus Samaritern, Pro-selyten und Johannesschülern die ersten Gemeinengewonnen wurden, legten die Apostel dieHände aus sie, und sie empfingen denGeist, d. i. es wurden ihnen im Namen des Ge-meinwesens der Christenheit Aelteste und Lehrer ver-ordnet ; sie wurden als Christengemeincn anerkannt;fortan gehörten sie mit zu dem Tempel, in demdie lebende Gottheit wohnte. — ,,Und, fährt dieGeschichte fort, diese lebende Gottheit zeigte sich so-gleich auch in ihnen wirksam. Auch sie, geweseneSamariter, Pcoselyten und Johannesschüler ergriffdie Begeisterung; mit neuen Zungen stimmten siein die Sprache der Gemeinschaft ein, zu der sie tra-ten. Ein Zeichen, daß der Geist des ChristcnthumSihre Annahme genehmige und sie thätiger Weiseselbst aufnehme." (Apost. 6, 14— 17. 20, 44— -40.19, 5 . 6.) So zeitmäßig dies gedacht und vorgelra-gen ist: so wenig ists verächtlich. Nicht durch dieMagie des Taufwassers (wie die Geschichte ausdrück-lich bemerket) kam Enthusiasmus in die neuen Ge-meinen; sondern durch Gebet, Glückwunsch, brü-derliche Aufnahme in die Gemeinschaft. Das Auf-legen der Hände war das uralte Symbol des Seg-nens, der Bestellung zu einem heiligen Amt, dcSWunsches himmlischer Kräfte. Im Namen derwirkenden Gottheit ward der Segen crthcilt; diewirkende Gottheit erfüllte den Segen. *)ro.
Unbillig ists überhaupt, Begebenheiten aus ihrem
*) S. Erläuterungen am Ende des Buchs.