i>4 Vom Geist des Christenthums.
Nur wie einer ist, so thut er; aus Nichts kannNichts werden. Ein Geistloser bringt keine Wir-kungen hervor, die Christus hervorbrachte.
2 .
Was soll der Spott über den Geist als eineTaube? Kein Ebräcr hat ihn in diesem Bilde ge-schnitzt oder gcmahlet, noch weniger ihn in eineTaube eingefleischt geglaubct; cs war ein Bild ihrerSprache aus den ältesten Zeiten. *) (r Mos. i, 2,8 , 11..) Auf uns fallt der Spott, wenn wir dasAugurium eines Moments, das bildliche Zeichen auseiner Jugendsprache der Welt, in eine hölzerne Figurverwandeln, und damit Taufsteine, Kanzeln undAltäre zu zieren glauben.
3 .
Was soll der Spott über die unerläßliche unddennoch unbekannte Sün de gegen den H. Geist?Die, zu denen Jesus sprach, verstanden ihn, undfür sic sprach er: denn Nichts war in Judäa be-kannter und angenommener, als daß» das ReichGottes durch himmlische Kräfte, d. i. durchden Geist kommen sollte. Mithin war cs Naturder Sache, daß wer die sichtbaren Zeichen dieses an-kommenden Reichs verspottete, oder so viel an ihmwar, die Ankunft desselben zu hindern strebte, vomErfolg dieses. Reichs im gegenwärtigen und künftigen
*) Ueber den Unterschied der Rede- und Kunstbilders. Erläuterung 1. am Ende dieser Schrift, überdie Personisication des Geistes.