Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
113
Einzelbild herunterladen
 

Vom Geist des CH r i stcn th u m s.i ar3

5 .

Im Namen jeder Staats-Verwaltung sind dortund dann widersinnige, oft grausame Dinge befoh-len ; deswegen aber war der Name des Gemeinwe-sens selbst (z. B. senatus xoxulusyus komanuo,oder die Republik zu Athen, zu Lacedämon u. f.)keine Sünde. Die Verfassung des N. Testaments,als einer Verbindung zu geistigen Ge-sinnungen unter Gottes Obhut mitAnwendung aller guten Gaben undKräfte wars noch minder; sie konnte mit keinemfüglichern und schöneren Namen bezeichnet werden.

Vierter Abschnitt.

Ist dies, wie cs denn nach Ort und Sprachenicht anders ist, was soll so mancher aus bloßenMißverständnissen des WortsGeist" entstandeneleere Spott, z. B.

i.

Ueber den H. Geistals den Vater Christi?Nie haben ihn also die Apostel genannt; und wennein apokryphischeS Evangelium jene beseelende Ruachdes alten Testaments die Mutter Christi zu nennenwagte, so ward der Ausdruck als unziemend ver-worfen. Daß aber den Gottgebornen himmlischeKräfte belebten, mich dünkt, das zeige, wenn esauch nicht geschrieben stünde, der Erfolg seines Lebens.

Herders Wrke z. Rel, u. Theol. XII. H