H2 Vom Geist des Christen thums.
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Da jedes Gemeinwesen einen Namen habenmuß, der gemeiniglich seine Negierung, seine Ein-richtung und Absicht bezeichnet; mit welchem cigcnt-lichern Namen konnte dies sich nennen, als eineGemeinschaft des Geistes? Der Name bczeichnctedie langst gehoffte, jetzt ins Werk zu setzende Haus-halt u n g des Sinnes der Propheten nach ChristiSinn; eine Sammlung und Stimmung der Ge-mächer zu Einem, dem reinsten Zweck; eine Er-weckung aller und allerlei Gaben unter dem An-hauch der Gottheit, unter der Leitung seines gewissenGeistes. Christus das Haupt, die Gemeine seinLeib , von seinen Gesinnungen beseelet. Mich dünkt,dieser Name war eben so unanmaßend als groß undbedeutend. Er wies auf die Entstehung des Ehri-stenthums ; er zeigte seine Grundsätze, seine Absicht,seine Kräfte.
Also war es auch Natur der Dinge, wenn dieApostel in ihrer Versammlung: „es gefallet dem H.Geist und uns" bescheiden schrieben. Eben damitunterschieden sie ihre Personen vom Geist des Ge-meinwesens selbst, in dessen Sinn sie die Sachegeprüft hatten und darüber jetzt ihr Gutachten sagen.Für ihre Person legen sie kein Gesetz auf; im Na-men des Geistes der Freiheit aber erleichternsie das Joch voriger Zeiten. So unterscheidet Pau-lus seine Persönlichkeit immer von dem, was erals Apostel im Namen des christlichen Gemeinwesenssage.