Auf mancherlei Wegen war diesem Einv er-starr dn iß oder wenigstens einer mehreren Ge-meinschaft der Nationen vorgearbeitet. VomEuphrat bis zum Tagus, vom Nil bis zur Donauwaren die Völker zum Theil durch harte Bande derEroberung verbunden; der Geist, der einst jedenan sein Vaterland fesselte, war hinweg; wohin nundie Tendenz dieser an ein fremdes vaterloses Romgeknüpften vaterlandlofen Völker?
5.
Auf das Reich, worauf seit Jahrhunderten je-dermann hoffte; auf das Reich, um welches Jesusseine Schüler bitten gelehrt, dessen Ankunft er ver-kündigt, auf dessen Blüthe er sich, wenn sein Sa-menkorn in der Erde erstorben wäre, gcfrcuct hatte.(Joh. r2, 20 — 32 .) Nach seiner Auferstehung,da er einer Nation, die ihn gekreuzigt hatte, nichtmehr anzugchören schien , sprach er als ein allgemei-ner Hirt der Völker, anordncnd eine Botschaft füralle Nationen. Eon Zion aus sollte, nach jeneralten Weissagung, der Strgm sich ergießen, der alleVölker mit Leben erfrischte. (Apost. 1,4 — 8.)
6 .
Sobald diese Botschaft begann, zeichnet Lucasin ihr den Geist aus, der Völker und Sprachenbindet, den christlichen Universalismus. Ausallen Provinzen des römischen Reichs von den par-thischen Gebirgen bis nach Arabien und Kreta führeter Fremdlinge auf, die den ersten begeisterten Vor-