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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
108
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Einer Gemeinschaft non Menschen und Familiengilt, warum sollte es nicht auch von Nationen gel-ten? Wahrheit ist in allen Herzen Wahrheit; Liebein allen Herzen Liebe.

2 .

Sollte einzelnen Menschen durch Anhauch Got-tes Muth und Sinn erneuert, die Hartigkeit ge-brochen, das Herz erweicht werden; warum nichtauch Völkern? Allenthalben sollten die tobten Leich-name hervorgehen, weil Athem Gottes sie belebte.

3 .

Also mußten Nationen wie Menschen sich ein-verstehcn, ihre Bestimmung gegen einander kennenlernen und unter Einem Vater im Himmel gegeneinander Brüder werden. Das auf Sinai gegebeneGesetz hatte die Israeliten von allen Völkern ge-trennt; es war aber, (wie die Deutung der Weisensagte,) durch den Dienst der Engel aller Na-tionen, in den Sprachen aller Völker gegeben,mit reichem Sinn, mit unzahlbaren Wegen derAnwendung. Alle Völker hatten, nach dem jüdischenAusdruck, die Echo dieser Stimme gehöret. Erschieneeinmal, (fuhr die Deutung fort,) die Zeit, daß dasinnere Gesetz des Herzens laut spräche;(diese Zeit sollte der allbelebende Geist erwecken undbefördern;) so müßte, so würde diese Echo des Ge-setzes allenthalben antworten, der gebrochene Schallwürde zu einer Stimme zusammen fließen, und inallen Sprachen Jchovah nur Einer scyn, sein Namenur Einer. Wodurch? Durch das redende WortGottes im Menschen, durch den alle Völker