Vom Geist des Christenthums. 107
Freiheit im Gebrauch der Gaben charak-tcristrt fortan die Glieder der neuen Gemeinschaft.Erfüllet mit dem Geist, d. i> voll göttlichen An-hauchs, redeten sie das Wort mit Freudigkeit, wiejeder konnte. (Apost. 4, 3 i.)
3 .
Demnach hießen der ersten Christenheit alleguten Gaben, und was zum Dienst der neuenVerbindung irgend angewandt werden konnte, G a-ben des Geistes. (Apost. 6, 3 . 5 — 8. 10.Kap. 11, 22 — 24.) Paulus, der ein Verzeichnißsolcher Gaben nach Aemtcrn und Kräften giebt,(1 Cor. 12.) betrachtet sie alle als Talente zumgemeinen Nutz, die der Anhauch Gottes undChristi, der Geist des Christenthums, nach natür-lichen Anlagen weckte, durch Uebung förderte, nachBedürfnissen anwandte. (1 Cor. 12, 3 i. Rom. 12,1 —8.) Nicht wunderbare; nutzbare Gaben willder Apostel, unter denen er auch die gemeinste derregenden Kraft des Gottes zufchreibt, der Alles inAllem wirket. Alle sollen dem Christcnthum, alseinem vom Geist Gottes belebten Ge-m einw e sen dienen. (1 Cor. 12,4 — 7.)
VI. Geist Gottes, Vereiniger der Völker.
1.
Wars also Gottes Anhauch, der alle gute Gabenzum gemeinen Nutz und Dienst erweckte; was in
ungebildetsten Lheil des jüdischen Landes?" sag-ten die Fremden, (Apost. 2, 5 —12.) woraufihnen Petrus die Erscheinung auslegte, (il. — 3 L.)